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Musik Streaming – macht CD und Discman überflüssig

StreamingFür jeden Moment gibt es den richtigen Soundtrack! Musik ist Teil unseres Lebens – heutzutage dank diverser Player und Smartphones fast immer und überall. Der Begriff Streamen ist in aller Munde, nicht wenn es um Filme und Serien, sondern auch, wenn es um Musik geht. Songs und Alben werden nicht mehr verkauft, sondern per Musik-Flatrate verliehen. Warum? Ganz einfach, für den Nutzer ist es kostengünstiger und hat den Vorteil, dass er aus einem Pool an Musiktiteln frei wählen und die Musik jederzeit online hören kann. Mittlerweile gibt es zahlreiche Musik Streaming Vergleiche, die sich mit den verschiedenen Anbietern befassen. Wir möchten erst einmal klären, was es mit dem Streamen von Musik auf sich hat, wie das Ganze funktioniert und welche Anbieter empfehlenswert sind.

Musik Streaming Vergleich 2017

Definition – Was ist Musikstreaming?

Mit Musikstreaming, auch „Music as a service“ genannt, ist laut Definition die Übertragung von Alben oder einzelnen Songs mithilfe einer Internetverbindung gemeint. Diese verläuft per Streaming Audio hin zu einem Endgerät. Die Musik wird nicht per Download zur freien privaten Nutzung an den Nutzer gegeben, sondern nur per Stream geliehen. Grundsätzlich lassen sich folgende Formen unterscheiden:

Internetradio
  • ein vorgegebenes Programm wird abgespielt.
  • abhängig vom Radio-Redakteur
Audio-on-Demand-Dienste
  • eingeschränktes Musikangebot, aus dem gewählt werden kann
  • mit Werbung
Musik-Abo-Dienste
  • mit einem Pauschalbetrag kann aus einem großen Angebot gewählt werden
Plattformen zur Musikveröffentlichung
  • bei MySpace oder Soundcloud können Musiker ihre Musik einstellen („shared streaming“)
Live-Streaming
  • Übertragung von musikalischen Veranstaltungen via Internet

Wie alles begann

Den Anfang machten die ersten Internetradios zum Ende der 90er Jahre. Die mobile Technik entwickelte sich weiter und um das Jahr 2000 kamen erste reine Geräte für die Radiofunktion auf den Markt. Um das Jahr 2005 entstanden erste Plattformen, bei denen Künstler ihre Musik öffentlich machen konnten. Allen voran die Plattform Myspace, bei der sich zahlreiche Künstler etablieren konnten und einen Plattenvertrag bekamen. Nur wenige Jahre später verloren diese Seiten ihre Beliebtheit allerdings gegen SoundCloud und Facebook.

Durch die höhere Übertragungsgeschwindigkeit und die damit erweiterten Möglichkeiten entstand mit YouTube um 2010 eine Plattform, die nicht nur Audio-, sondern auch Videostream anbieten konnte. Da viele Videos anfangs noch illegal zur Verfügung standen und wieder entfernt werden mussten, einigten sich die Plattformen mit der Musikwirtschaft, zahlten Abgaben und spielten dafür bei den Nutzern Werbung ein.

Bald darauf gab es neben den werbebegleiteten Modellen auch diese, die ohne Werbung liefen, die jedoch vom Nutzer einen pauschalen Betrag verlangten. Damit hatten Kunden ein extrem großes Musikangebot, aus dem sie frei wählen konnten. Diese Art von Abo-Streaming wurde recht schnell enorm beliebt. Musik streamen war bald auch unterwegs kein Problem mehr.

Welche beliebten Anbieter gibt es?

Beliebte Anbieter in der Rubrik Internetradio sind Pandora, Sirius XM und Last.fm. Bei den Streaming-Diensten ist der Markt schon nicht mehr so überschaubar, daher finden Sie hier eine Liste momentan gern genutzter Anbieter:

Mehr zu den einzelnen Anbietern sehen Sie in unserem Musikstreaming-Vergleich.

Fakten: Der Digitalverband Bitkom stellte in einer Umfrage 2016 fest, dass 37 Prozent der deutschen Internetnutzer Musik über Streaming-Dienste hören. Das entspricht in etwa 20 Millionen Nutzer.

Musik-Streaming-Test der Stiftung Warentest

In der Vergangenheit wurde oftmals Kritik an den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Musikstreaming-Anbietern geübt. Dazu führte die Stiftung Warentest im Mai 2014 einen Test durch, der die Internetpräsenz und die zugehörigen AGB`s von insgesamt 14 Streaming-Diensten überprüften. In diesem Musik-Streaming-Test zeigte sich, dass viele mangelhaft sind. Die Kritik richtete sich an die Tatsachen, dass sich die Musikstreaming-Dienste eine Sperrung der Dienste und die Weitergabe der Nutzerdaten offenhielten, um zielgerichtete Werbung zu schalten. Aufgrund zahlreicher Mahnungen sorgten viele Unternehmen dafür, dass die Allgemeinen Geschäftsbedingungen zugunsten der Nutzer angepasst wurden.

Den richtigen Musik-Streaming-Dienst finden: So gelingt es

Musik mobil hörenZahlreiche Musik-Streaming-Tests zeigen die große Beliebtheit dieser Dienste. Das große Angebot macht es allerdings nicht einfach, sich für ein Angebot zu entscheiden. Zum Glück bieten einige Anbieter eine Musik-Streaming-Testphase an, so kann das Angebot in Ruhe ausprobiert werden und der Nutzer muss sich erst nach einer gewissen Zeit entscheiden, ob es das richtige für ihn ist. Die Vorteile der Musikstreaming-Dienste (je nach Anbieter) sind unter anderem:

  • die Musik ist überall und jederzeit verfügbar
  • günstig, aber dennoch ein enormes Musikangebot
  • Suchfunktion nach Künstlern, Alben oder Genre
  • bereits vorhandene Playlists für jeden Geschmack
  • Musik kann auf eigenen Geräten synchronisiert und mit anderen Nutzern geteilt werden
  • Musikempfehlungen
  • regelmäßige Neuzugänge und Newsfeeds
  • inklusive Musikvordeos (zum Beispiel bei Apple Musikstreaming)

Bei den vielen Vorteilen kommt natürlich auch die Frage nach den Nachteilen auf. Hier ist zuallererst die unterschiedliche Klangqualität zu nennen, die teilweise nur bei MP3-Qualität liegt. Leider gibt es diesbezüglich bisher keine festen Standards bei den Musikstreaming-Anbietern. Klar ist natürlich auch, dass eine bessere Klangqualität mehr Daten verbraucht, da die Musiktitel größer sind. Für beste Klangqualität sollte dies ausdrücklich bei den Informationen zum Abo ausgewiesen werden. Qubuz bietet beispielsweise Musikstreaming in Hi-Res 24-Bit.

Tipp: Bei der Tarifauswahl vieler Musik-Streaming-Portale können Nutzer unterschiedliche Bit-Pakete auswählen, dabei gibt es auch Pakete, die recht wenige Daten verbrauchen und für Musikstreaming-Apps auf dem Smartphone geeignet sind.

Ein zweiter Knackpunkt ist die Anzahl der zulässigen Geräte für einen Account. Wenn Sie mehr als ein Gerät nutzen möchten, informieren Sie sich im Vorfeld, wie der jeweilige Dienst dies handhabt. Hier gibt es bereits Unterschiede bei der Online- und Offline-Nutzung, da online direkt ein Einloggen erfolgt und damit bei manchen Anbietern kein zweites Gerät gleichzeitig angemeldet werden darf. Die Offline-Nutzung kann oft von mehreren Geräten erfolgen, allerdings sollte man sich auch hier schlaumachen, auf wie viele Geräte dies beschränkt ist.

Testphase und Anmeldung

Um einen Musikstreaming-Dienst dauerhaft nutzen zu können, ist eine Anmeldung notwendig. Häufig finden Sie eine kostenlose Variante zum Musik hören, die jedoch zum Teil sehr eingeschränkt ist und wenig extra Funktionen erlaubt. So können dabei oft keine Playlists erstellt, Songs als Lieblingsmusik gespeichert oder die Musik offline gehört werden. Zudem wird der Musikgenuss durch Werbung gestört. Zum Testen ist das Musik-Streaming kostenlos dennoch ideal, um einen Eindruck vom Dienst zu erhalten sowie herauszufinden, ob gewünschte Songs und Remixe vorhanden sind.

Entscheiden Sie sich für einen kostenpflichtigen Tarif, also einen Basis-Dienst oder die Premium-Variante, haben Sie viele beziehungsweise alle Funktionen zur freien Verfügung. Diese Tarife können meist als Abo gewählt werden, sodass sie nicht jeden Monat buchen und manuell bezahlen müssen. Mögliche Funktionen sind, je nach Anbieter:

  • Erstellung von eigenen Playlists
  • Suche nach Songs, Künstlern und Bands
  • Sortierung der Musik nach Genre
  • Zuvor heruntergeladene Musik ist offline verfügbar
  • Playlists können auf allen Geräten synchronisiert werden
  • Playlists können mit anderen Nutzern geteilt werden

Der Datenverbrauch beim Musik-Streaming

Um auch unterwegs, abseits von Wi-Fi-Verbindungen ohne lange Ladezeit Musik hören zu können, ist eine gute Internetverbindung unumgänglich. Trotz der Tatsache, dass auch offline gespeicherte Musikstücke verfügbar sind, möchten viele Nutzer doch auch auf Reisen neue Musik hören. Je besser die Internetverbindung ist, umso zügiger und reibungsloser klappt natürlich auch das Streamen. Praktisch dabei ist das sogenannte „Buffering“, das Vorladen der Songs.

Tipp: Alle, die regelmäßig Streaming-Dienste unterwegs nutzen, brauchen dafür monatlich etwa 3 GB mehr an Datenvolumen!

Welcher ist der beste Musikstreaming-Anbieter?

Wie die gängigen Musikstreaming-Tests zeigen, ist der Markt riesig. Spotify, Deezer oder doch lieber ein anderer Anbieter? Wer die Wahl hat, hat die Qual. Im Angebot der einzelnen Dienste finden sich bezüglich des Musikangebotes kaum Unterschiede. Wenige große Künstler, wie Beyoncé, bieten ihre neu veröffentlichten Alben zuerst bei Tidal an. Bis die Songs dann bei den anderen Anbietern verfügbar sind, dauert es allerdings meist nicht all zu lange.

Spotify zählt zum weltweiten Marktführer für Musik-Streamer und wurde schon mehrfach als Musikstreaming-Testsieger gekürt. Das schwedische Unternehmen wurde 2006 gegründet und erreichte drei Jahre später schon eine Million Mitglieder. Wie bei den meisten Diensten gibt es zwei Nutzungsvarianten, eine freie Version, die kostenlos genutzt werden kann und eine immer noch recht günstige Musik-Streaming-Version für einen monatlichen Pauschalbetrag. Neben Millionen von Songs finden Nutzer auch Podcasts und Hörbücher in großer Auswahl.

Tipp: Familien mit bis zu sechs Mitgliedern können ein extra Familien-Abo erstellen, der deutlich günstiger ist im Vergleich zur einzelnen Anmeldung aller Familienmitglieder.

Für welchen Musikstreaming-Anbieter Sie sich schlussendlich entscheiden, hängt von Ihren persönlichen Vorlieben und Empfindungen ab. Informieren Sie sich in unserem Musikstreaming-Vergleich über die angebeteten Features und Zusatzfunktionen und nutzen Sie auf jeden Fall die kostenlose Version, um zu schauen, ob die Bedienung und die Aufmachung Ihnen zusagen.

Die Kosten für Streaming-Dienste

Das Abschließen eines Streaming-Abos ist im Vergleich zu dem Erwerb mehrerer CD’s oder MP3-Downdloads im Monat deutlich günstiger. Für einen Betrag ab fünf Euro lassen sich die einfachsten Musikstreaming-Abos kaufen, was nicht wirklich kotenintensiv ist, bei dem, was man an Musik geboten bekommt. Für circa 10 Euro monatlich haben Sie bei vielen Premium-Accounts die volle Bandbreite an Funktionen und können zudem die Offline-Funktion nutzen. So ist das Abspielen eigener Playlists auch unterwegs ohne Internetverbindung möglich und es wird kein zusätzliches Datenvolumen verbraucht.

Wichtige Fragen und Antworten

A: Die Antwort ist recht einfach: Ja. Bei jedem Song, der gestreamt wird, verdienen die Macher daran. Die Streaming-Dienste haben Lizenzvereinbarungen mit den Rechteinhabern, sodass das Hören der Songs nicht rechtswidrig ist.

F: Kann ich einen Musik-Streaming-Dienst aus dem Ausland nutzen?

A: Die Frage kann nicht allgemeingültig beantwortet werden. Im Prinzip ja, doch hängt das von verschiedenen Faktoren ab. Mit Hilfe einer VPN (Virtual Private Network)- oder Smart-DNS-Verbindung kann der eigene Standort verborgen werden, womit der Anbieter nicht erfährt, dass sich der Nutzer grade im Ausland aufhält.

Wenige Dienste bieten in der Premium-Variante auch die Nutzung im Ausland an, es ist also zunächst sinnvoll, sich in den FAQ’s über die genauen Bedingungen zu informieren.

Eine weitere Möglichkeit ist das Nutzen der ausländischen Varianten von Netflix und Co. Ist Ihr Anbieter auch im Ausland vertreten, können Sie sich mit Ihren Zugangsdaten dort einloggen und wie gewohnt Musik streamen, mit der Ausnahme, dass auch nur die Inhalte dieses Landes verfügbar sind.

F: Muss für Musikstreaming-Dienste eine dauerhafte Internet-Nutzung bestehen?

A: Eine Internetverbindung ist für das Streamen notwendig, jedoch muss diese nicht zwingend dauerhaft sein, da viele Anbieter im Rahmen des kostenpflichtigen Premium-Accounts einen Offline-Modus bieten. Dieser kann Ihnen jedoch nur die Songs abspielen, die sie gespeichert haben, die Musikvielfalt ist daher begrenzt. Wer viel unterwegs ist, sollte über ein entsprechend großes Datenvolumen verfügen können, die die Verbindung sonst recht schnell gedrosselt wird und ein flüssiges Musikhören kaum mehr möglich ist.

Für die Offline-Funktion ist es von Vorteil, zu Hause das WLAN zu nutzen, um alle gewünschten Songs abzuspeichern. So kann unterwegs nichts schiefgehen und die aktuellen Lieblingslieder sind mit dabei – ohne zusätzliche Daten zu verbrauchen.

F: Wie wird die Vergütung der Künstler realisiert?

A: Wie viel ein Künstler verdient, hängt stark von seinen Verträgen mit den Produzenten und Musikdiensten ab. In der Regel erhalten Sie einen prozentualen Anteil der Einnahmen. Zudem bestimmt auch die Beliebtheit eines Songs, also wie oft ein Stück aufgerufen wird, wie gut oder schlecht ein Künstler daran verdient. Das Prinzip klingt verworren, jedoch macht es die Masse und die zeitliche Unbegrenztheit, wohingegen ein Künstler bei dem Verkauf einer CD oder einer MP3-Datei nur einmal verdient.

F: Kann der Zugriff auf die Dienste von jedem Gerät erfolgen?

A: Je nach Anbieter kann die Musik neben Laptops, Notebooks und herkömmlichen PCs auch auf den meisten Tablets und Smartphones gehört werden. Zahlreichen Dienste funktionieren als Browser-Player, das heißt per Web-App wird das Programm geöffnet. Bei einigen Musikstreaming-Diensten ist es notwendig eine Software zu installieren. Die passende Musik-Streaming-App finden Android-Nutzer im Google Play Store und iOS-Nutzer im App Store von Apple.

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